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"Warum braucht es die Künstlerischen Therapien?
Zum Erlernen einer lebenstauglichen Lebenskunst bedarf es, wie das Wort andeutet, der Kunst, wobei der Begriff der Kunst als weit gespannter Rahmen zu verstehen ist, der sowohl Begegnungen mit dem eigenen Selbst als auch mit anderen Menschen ermöglicht und Spiel, Neugier und Experimentierfreude als erwünscht betrachtet. Kreativität braucht einen Resonanzraum, in dem Ideen schwingen und sich entwickeln können. Damit individuelle Kreativität nicht ins Leere läuft und sich erschöpft, bedarf es äußerer Impulse und der Möglichkeit, kreative Ideen in eine dialogische Form zu bringen. Um individuelle Kreativität angemessen zu fördern, bedarf es einer proaktiven Haltung, die künstlerische Produkte gleichwertig nebeneinander stehen lässt, neue Ideen vorbehaltlos aufnimmt und Handlungen wohlwollend unterstützt."
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Im Masterstudiengang „Intermediale Kunsttherapie“ wird ein Hochschulabschluss erworben, der auf gehobene Führungspositionen in therapeutisch-pädagogischen Berufsfeldern vorbereitet.
Im Mittelpunkt des Studienganges stehen das bildnerische Gestalten und
der künstlerische Ausdruck sowie die therapeutischpädagogischen Kompetenzen.
Schwerpunkte sind:
* philosophisch-ästhetische und therapierelevante künstlerische Verfahren
* Entwicklung von Kommunikations- und Beziehungsfähigkeit
* Künstlerische Verfahren im therapeutischen und pädagogischen Ansatz.
Kontinuierlich vermittelt werden künstlerische, wissenschaftstheoretische,
methodisch-didaktische, kreativ- pädagogische und therapeutische Kompetenzen.
Gelehrt werden spezifische methodisch-didaktische Prinzipien mit besonderem Schwerpunkt auf deren intermedialer Verknüpfung. Damit wird das kunsttherapeutische Handlungsrepertoire in verschiedenen sozialen
Kontexten erweitert, in einem zweiten Schritt in der Praxis erprobt und die künstlerischen Kompetenzen in das eigene Arbeitsfeld integriert.
Module, die die Kreativität im pädagogischen Kontext zum Inhalt haben, tragen zum Verständnis des kreativen Prozesses bei, fördern die eigene kreative Arbeit
und leisten einen wichtigen Beitrag im Rahmen der Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen der Studierenden, was wiederum die Grundvoraussetzung für das Einbringen dieser Kompetenzen im Praxisfeld
darstellt.
Im Rahmen der Ausbildung fachlicher Kompetenzen wird ein umfassendes Verständnis psychologischer Inhalte und ein fundiertes medizinisches Wissen um die wichtigsten Krankheitsbilder angestrebt. Weitere Schwerpunkte liegen in der Vermittlung verschiedener Techniken der Gesprächsführung und -gestaltung und maßgeblicher Interventionstechniken.
Die Handlungskompetenz als ein zentraler Baustein des Studiums wird kontinuierlich weiterentwickelt, so auch im Rahmen von Praxisprojekten, wie beispielsweise der Erarbeitung, Leitung und Durchführung offener
künstlerischer Ateliers, der Vorbereitung und Präsentation von Ausstellungen oder der Mitwirkung an Fachsymposien, die zum wissenschaftlichen Austausch
anregen.
Die Masterthesis bietet den Studierenden die Möglichkeit, die erworbenen Kompetenzen zusammenzuführen und zielorientiert zu bündeln. Zugleich leistet sie einen Beitrag zum öffentlich-wissenschaftlichen Diskurs im Bereich der künstlerischen Therapien.