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Studienabbrecher
Als Studienabbrecher werden ehemalige Studenten bezeichnet, die ihr Erststudium ohne Abschlussexamen beendet haben (Studienabbruch).

In Deutschland beenden nach neueren Studien etwa 25 Prozent der deutschen Studentinnen und Studenten ihr Studium ohne Abschluss. Dabei ist die Quote an Universitäten geringfügig höher (26 %) als an Fachhochschulen (22 %). [1] Diese Zahlen gelten nur für die deutschen Präsenzhochschulen. Fernuniversitäten haben eine darüber hinausgehende Abbruchquote.

In einer Studie des BMBF zu den Ursachen von Studienabbrüchen zeigten sich folgende Abbrechertypen in der angegebenen Verteilung:

Frühe Studienabbrecher ohne berufliche Neuorientierung (Anteil: 13 %): Studenten mit falscher Fachwahl, die häufig danach ein anderes Studium beginnen.
Frühe Studienabbrecher mit beruflicher Neuorientierung (Anteil: 27 %): Studenten mit falschen Studienvorstellungen, die sich danach beruflich neu orientieren
Späte Studienabbrecher ohne berufliche Neuorientierung (Anteil: 7 %): Studenten, bei denen sich erst in der Auseinandersetzung mit dem Studium ein Motivationsproblem ergeben hat und die häufig das Erlernte in eine fachbezogene Beruftätigkeit mitnehmen.
Späte Studienabbrecher mit beruflicher Neuorientierung (Anteil: 24 %): Studenten, bei denen sich durch das Studium eine Distanzierung vom gewählten Fach ergeben hat und in eine fachfremde Tätigkeit wechseln.
Studienabbrecher aus familiären Gründen (Anteil 9 %): In diesem Bereich sind weibliche Studenten überproportional vertreten.
Studienabbrecher wegen nicht bestandener Prüfungen (Anteil 6 %): Bei dieser oft sehr motivierten Gruppe stellen fachliche Anforderungen oder auch Prüfungsängste eine unüberwindliche Hürde dar.
Studienabbrecher aus finanziellen Gründen (Anteil 13 %): Bei dieser Gruppe sind die zur Deckung finanzieller Verpflichtungen notwendigen Zeitaufwendungen nicht mehr mit einem Studium vereinbar.
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