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Der Begriff entstammt den englischsprachigen oder entsprechend inspirierten Bildungssystemen. Er geht auf das englische Verb „to graduate“, dessen moderne Bedeutung das Erwerben eines Abschlusses meint, und das lateinischen „post“ in der Bedeutung „nach“ zurück.
Die Zulassung, Betreuung und Studiengebühren von Postgraduierten unterscheiden sich in aller Regel von denen der Erststudenten. Einige akademische Institutionen wie z. B. das Europäische Hochschulinstitut werden ausschließlich von Postgraduierten besucht. Eine mögliche Organisationsform sind Graduiertenkollegs.
Typische postgraduale Studiengänge sind Masterstudiengänge und Promotionsstudiengänge. Die Dauer von Masterstudiengängen beträgt ein bis zwei Jahre, die Dauer von Promotionsstudiengängen ist beispielsweise in Bayern auf in der Regel drei Jahre begrenzt. [1]
Bei den Masterstudiengängen werden konsekutive, nicht-konsekutive und weiterbildende Studiengänge unterschieden.
Die konsekutiven Masterstudiengänge vertiefen ein vorhergehendes Bachelorstudium und ähneln damit im Umfang den traditionellen grundständigen Studiengängen wie beispielsweise den Diplomstudiengängen. Konsekutive Studiengänge werden daher oftmals trotz ihrer Eigenschaft als postgraduale Studiengänge wie Erststudien behandelt und somit in einigen Bundesländern nicht mit Studiengebühren belegt [2] oder sind förderungsfähig nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz. Die überwiegende Mehrheit der Masterstudiengänge fällt in diese Kategorie.[3]
Nicht-konsekutive Masterstudiengänge schließen an ein beliebiges, abgeschlossenes Studium an. Ein häufiger solcher Masterabschluss ist der Master of Business Administration.
Weiterbildende Masterstudiengänge ähneln den nicht-konsekutiven Studiengängen, setzen allerdings zusätzlich eine qualifizierte berufspraktische Erfahrung voraus.