Der Internationale Studentenausweis (englisch: International Student Identity Card; ISIC) wird seit 1968 von der ISIC Association herausgegeben, einer Non-Profit-Organisation der Reisebranche. Die Aussteller versprechen den Karteninhabern zahlreiche Vergünstigungen in gegenwärtig 116 Ländern (Stand: März 2005) – von ermäßigten Flügen über verbilligte Unterkünfte, bis hin zum ermäßigten Eintritt in Museen und Theater.
Die ISIC erlaubt den Zugang zu speziell den Karteninhabern vorbehaltenen Leistungen der in der ISIC Association beteiligten Reiseunternehmen und ihrer Partner. Bei allen anderen Stellen mit allgemein gewährten Ermäßigungen (insbesondere Eintrittsgeldern) ist jedoch grundsätzlich der reguläre Ausweis einer Bildungseinrichtung vorzulegen. Der Nutzen der ISIC liegt dort allenfalls in ihrem hohen internationalen Bekanntheitsgrad. Die völlig uneinheitliche Gestaltung von Schüler- und Studentenausweisen erschwert eine Prüfung auf Echtheit so erheblich, dass gelegentlich – vor allem im Ausland – lieber auf die korrekte Prüfung des Studentenstatus durch die Aussteller der ISIC vertraut wird, als auf die eigene Beurteilung.
Die ISIC ist folglich eher als Mitgliedskarte in einem Rabattsystem zu betrachten. Sie ist kein amtlicher Ausweis, obwohl ihre Benennung, wie auch die recht geschickte Eigenwerbung („... der einzige Nachweis des Studierendenstatus, der weltweit anerkannt wird“) eine Assoziation mit behördlichen Ausweisen nahelegt. Zwar genießt die ISIC weitreichende Unterstützung von staatlichen und überstaatlichen Stellen, so trägt sie beispielsweise auch das Logo der UNESCO. Ihre Anerkennung liegt jedoch mangels einheitlicher behördlicher Legitimation regelmäßig im Ermessen der jeweiligen Stelle, bei welcher sie im Einzelfall vorgelegt wird. Es besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Anerkennung.